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    Pflanztag im     Gambischen Garten     (Optikpark Rathenow)

   

 

 


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Ende Mai 2022

Der Mai war ein erfolgreicher Monat. Der Zaunbau in Sittanunku ist nun abgeschlossen und die Vorbereitung für die Beete können starten.

Der Boden ist verdammt hart und ausgedörrt mit Muskelkraft kaum zu bewältigen. Ein Esel kam zum Einsatz, der mit einem Gruber- ähnlichem Gerät den Boden auflockerte. Damit die Fläche gerecht auf die Familien aufgeteilt wird, kam ein Landvermesser zum Einsatz. Nun liegt es in den Händen der Dorfbewohner diese Fläche in fruchtbares und ertragreiches Land zu verwandeln. Wir sind zuversichtlich dass das klappt und freuen uns auf die ersten Fotos.

Wir als Verein waren in Deutschland auch nicht untätig. Unser "Gambischer Garten" mußte wieder bestellt werden. Am 21.05.2022 war Pflanztag im Optikpark in Rathenow. Unsere Vereinschefin Kerstin Gebhardt hat aus mitgebrachtem Saatgut wieder exotische Pflanzen gezüchtet. Ein wahnsinniger Aufwand, der sich aber gelohnt hat. Eine Augenweide und für jeden Pflanzenliebhaber ein Muß. Unter den Exoten waren: Maracuja, Flammenbaum, Bittertomate, Artemisia, Zitronengurke, Erdnüsse, Cashew, Ananas, Papaya und einiges mehr. Wenn ihr in der Nähe seid, schaut einfach vorbei, ob die Pflanzen schon Früchte tragen. Es stehen auch noch einige der exotischen Pflanzen zum Verkauf.  Am "Gambischen Garten" ist ein Informationsstand, den Elke Dartsch mit viel Liebe, Details und Informationen zu den Projekten versehen hat. Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle.

Mai 2022

Gestern erreichte uns eine erfreuliche Nachricht. Der Zaunbau in Sittanunku kann beginnen. Gestern kam die erste Sandlieferung und sofort haben sich die Männer an die Arbeit gemacht. Wir drücken fest die Dauemn, dass nach der Regenzeit die Beete bestellt werden können. Dafür brauchen wir jedoch noch Unterstützung in Form von Spenden. Jeder Cent wird benötigt. Denn nach dem Zaunbau müssen noch Wasserbecken gebaut werden.

März 2022

Unsere Vereinschefin Kerstin Gebhardt machte sich wieder auf nach Gambia, um nach den Projekten zu schauen und vor Ort notwendige organisatorische Dinge für die Projekte zu besprechen.

Die Anreise war auch dieses Mal wieder ein Abenteuer und Zitterpartie zugleich. Bis kurz vor Abflug war nicht klar, ob Kerstin den Flug antreten kann oder nicht. In Deutschland herrscht immer noch Coronaausnahmezustand. Nur ein aktueller negativer PCR-Test berechtigte zum Flug nach Gambia.

Aber auf dem Flughafen in Gambia ging das Abenteuer weiter. Ein Koffer fehlte auf dem Band. Nach langer Warterei und Diskussion kam er doch noch an. Dieses Mal wurde Kerstin nicht wie gewohnt von unserem Manager vom Flughafen abgeholt, denn das Vereinsauto ist seit 2 Wochen in der Werkstatt. Das kann ja heiter werden. Die Zeit in Gambia war wie immer vollgepackt mit Terminen bzw. Besuchen der Projekte und dafür braucht man dringend das Auto. Nach zwei Tagen dann endlich die frohe Botschaft, dass das Auto fertig repariert ist. Doch die Freude über das fertige Auto dauerte nicht lange. Opa hörte Geräusche am Hinterrad und der Reifen wurde auch verdammt heiß. Gerade wurden neue Bremsbelege eingebaut. Unser Mechaniker Buba wusste auch keinen Rat. Also wurden erst einmal nur kurze Strecken geplant.

Zuerst ging es nach Brikama Geld tauschen und Schulhefte kaufen. Der Laden hatte seinen größten Umsatz gemacht. 26 Cent pro Heft, Kerstin kaufte 750 Hefte fürs erste. Dann ging es weiter zur Schule nach Jamwelly Yallow. Ein Teil der Hefte, mitgebrachte Kreide, Stifte sowie Hacken für den tollen Schulgarten war im Gepäcke. Cherno ist überglücklich und führte Kerstin und Opa (unser Manager vor Ort) stolz durch den gepflegten Garten. Die Tröpfchenbewässerung funktioniert hervorragend. Damit kann Wasser gespart werden und auch Zeit fürs Gießen. Kerstin ist glücklich, dass einer die Vorzüge der Tröpfchenbewässerung begriffen hat.

Das bunte Treiben auf den verstaubten Straßen ist identisch wie vor 8 Jahren. Als wenn die Zeit stehen geblieben ist. Eselkarren, Fahrradfahrer, Buschtaxen und andere Taxen quälen sich durch die verstopften Straßen. Viele Taxifahrer sind auf der Suche nach Gästen und stehen am Straßenrand. Die geplanten Kurzstrecken werden permanent durch Polizeistopps unterbrochen. Der Sinn erschließt sich keinem so richtig. Tankstellen, Geschäfte, Wohnhäuser bräuchten Schutz durch die Polizei. Aber da ist niemand zu sehen. Einem Mann wurde mit vorgehaltener Waffe das Geld abgeknöpft, welches er gerade von der Bank geholt hat. Polizei, Fehlanzeige.

Wir entschließen uns nach Kitty zu fahren. Die beiden Gärten sind wie immer tadellos gepflegt und eine Augenweide. Es gibt schon wieder eine Warteliste. Immer mehr Familien möchten Beete anlegen. Das ist der beste Beweis, dass unsere Herangehensweise, Familien zu unterstützen, erfolgreich ist.

Am nächsten Tag fuhren wir zum Container und ich gab die Dinge zum Verteilen frei, die wir nicht mehr benötigen. Wir packten Gartengeräte für Faraba Kairaba ein. Dort angekommen fiel mir sofort ein, warum ich das alles mache. Glückliche Frauen, gepflegte Beete und eine Oase vor mir. Mir wird warm ums Herz. Die mitgebrachten Gartengeräte werden verteilt, aber zuvor gibt es ein Meeting. Unser Gartenverantwortlicher Nfally wird von einer alten Frau um Hilfe gebeten. Ihre Bittertomaten sind krank. Ich erkläre was es ist und was sie jetzt machen muss und Nfally übersetzt. Die wenigsten Frauen dort verstehen englisch. Als Geschenk bekommen wir Papayas und Gurken. Die meisten haben wir dort gelassen, sie sollen sie verkaufen und nicht verschenken. Da sieht man wieder die Güte und Gastfreundschaft dieser netten Menschen. Nfally erzählt, dass sich die Lebenssituation deutlich verbessert hat. Die Menschen haben besseres Essen und bessere Kleidung. Die Stellung der Frauen ist ebenfalls gestiegen. Sie starten früh zum Garten, kochen und essen sogar dort und gehen manchmal erst abends wieder heim. Ein richtiger Job und das macht sie stolz.

Die nächsten beiden Tage wurden sehr anstrengend. Ich wollte alle Projekte auf der Nordbank besuchen und anschließend noch Sahadatou. Also hieß es sehr zeitig aufstehen und das Auto mit beladen. Auf dem Weg zu unseren Projekten sahen wir Kühe abgemagert bis auf die Knochen und ausgedörrtes Land, soweit das Auge reicht. Wir folgten einer Kutsche, um den Weg nach Kayal zu finden. Unser Kontaktmann hat ein kaputtes Bein und konnte uns nicht auf der Straße abholen. Im Busch sieht alles gleich aus. Schilder gibt es nicht. Opa wurde bei der Ankunft frisches Brunnenwasser gereicht. Ein kurzer Schwatz im Dorf. Man ist so glücklich. Dank Hand in Hand hat das Dorf Wasser, einen Frauengarten und keine aufgescheuerten Hände mehr vom Wasser holen aus 20 m Tiefe. Der Garten ist gepflegt, doch fast überall Zwiebeln. So machte ich eine kleine Schulung über Fruchtwechsel. Opa übersetzte. Hier wird Wolof gesprochen.

Weiter ging es in das Nachbardorf Kerr Mama. Die Schule wurde nach einem Unwetter zerstört. Jetzt ist alles wieder neu, nur die Bibliothek fehlt noch. Die Kinder bekommen Stifte, Hefte und Kreide. Der Schulgarten ist super gepflegt. 4 Schüler müssen sich um ein Beet kümmern, das klappt super.

Als nächstes stand Sutukoba auf dem Plan. Es werden immer mehr Reisfelder in diesem Dorf am Gambia Fluss und ich freute mich sie zu sehen. Es waren inzwischen 43 Grad. Die Straße spiegelte vor Hitze. Ich fühlte mich wie auf der Route 66. Nur Straße und wir. Manchmal sahen wir ein Auto, aber selten. 16 Uhr erreichen wir Sutukoba. Die Reisfelder warten auf mehr Wasser. Gerade werden die Steine für neue Kanäle hergestellt, bei Temperaturen von 43°. Der Garten ist bestens gepflegt, habe ich auch nicht anders erwartet. Wir blieben nicht lange und machten uns auf nach Sahadatou, auf der anderen Seite des Flusses.

Auch in Sahadatou wurden wir von glücklichen und winkenden Frauen empfangen. Zum ersten Mal stehe ich vor dem riesigen, fertigen Garten. Der größte Traum der Menschen vor Ort ist in Erfüllung gegangen. Aber es sind noch keine Beete zu sehen, da der Tower für die Wassertanks einen Sturmschaden hatte. Wir konnten die Tanks nicht mit Wasser füllen, unter dem Gewicht wäre er zusammengebrochen. Dann startete das Meeting im Garten und die Frauen erzählten über ihr jetziges Glück. Sie haben noch nie so sauberes Wasser zum Trinken gehabt und bald wird hier eine Oase sein. Sie beten und können es noch immer nicht fassen.

Opa kommt und wir starten nach Rumba zu unserer Schule. Das war der teuerste Bau bisher, dafür ist sie aber auch schön geworden. Die Freude war riesig und für mich ist es schön zu sehen, dass alles noch funktioniert und die Kinder dankbar sind, frisches Trinkwasser zu haben. 82 Kinder werden in 2 Schichten unterrichtet. Wir kamen mit Stiften, Kreide und 280 Schulheften. Die Schulleiterin bestätigte, dass manche Kinder kein Heft besitzen. Das Geld fehlt.?

Dann ging es zum Markt. Ich kaufte privat für mehrere Familien Zwiebeln, Öl, Reis und Zucker. Die Preise sind wahnsinnig gestiegen. Die Qualität vom Reis gesunken. Wir lassen uns eine Probe zeigen, um nicht die Katze im Sack zu kaufen.

Es kommen schlechte Nachrichten aus Sahadatou. Die Wasserbecken verlieren Wasser. Ein Telefonat mit dem Baumeister und die Vermutung wird bestätigt. Er hatte nicht mehr genug Zement. Da wir schon einmal nachkaufen mussten, da seine Kalkulation falsch war, wollte er nicht noch einmal fragen. Er vertraute auf Gott. Er hat nicht berücksichtigt, dass wir wegen der schlechten Sandqualität in dieser Region mehr Zement brauchen. Gott hat es nicht gerichtet, nun muss er es tun.

Die letzten Tage wurden genutzt das Kassenbuch und die notwendigen Quittungen auf Vollständigkeit zu überprüfen. Das ist immer die schwierigste und nervenaufreibendste Aufgabe. Aber es ist uns wichtig, sorgsam mit den Spendengeldern umzugehen.

 

 

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